Gute Entscheidungen finden

Entscheidungen

Nachdem es in meinem letzten Artikel um die Bedeutung des „Retikulären Aktivierungssystems“ bei unseren Entscheidungen ging, wollen wir nun selber aktiv werden, gute Entscheidungen finden und auf diese Weise eigenverantwortlich über unser Leben bestimmen. 

Dabei geht es nicht in erster Linie darum, dass unser Kopf bestimmt, wohin es gehen soll. Alle anderen Ebenen dürfen ebenfalls zu einer guten Entscheidung beitragen. Ziel ist es, aus einem möglichst weiten und „neutralen“ Blick heraus zu schauen. Nur so erhalten wir Antworten, die auch langfristig tragfähige Entscheidungen sichern.

Das Therapie- und Coaching-System innerwise bietet uns interessante Tools, um das zu erreichen.

Unsere Arme als Testsystem

In der Kinesiologie kennen wir verschiedene Muskeltests, mit denen wir feststellen können, ob ein Muskel gerade stark oder schwach ist. Ein starker Muskel hat viel Energie und funktioniert optimal. Dagegen zeigt ein schwacher Muskel einen Stress im System an. Das gibt uns einen Hinweis, wo die Ursache eines Problems liegt.

Dieser Muskelreflex ist ein natürliches Biofeedback-System unseres Körpers. Wir können ihn deshalb nutzen, um Antworten von unserem Körper zu bekommen. Sehr praktikabel für die Selbstanwendung ist der Armlängentest. 

Die Anwendung ist sehr einfach. Wir stellen eine Frage, auf die die Antwort entweder „ja“ oder „nein“ heißen muss. Ein „ja“ bedeutet, alles ist gut, „nein“ zeigt dagegen einen Stress an. 

Wenn wir nun die Arme vor dem Körper zusammenführen, zeigen die Arme die Antwort. Landen die Daumen exakt nebeneinander, bedeutet das, es ist kein Stress im Muskelsystem vorhanden. Das gesamte System ist in Balance. Die Antwort auf die gestellte Frage lautet also „ja“.

Kommunikation mit dem Unterbewussten

Sind die Daumen jedoch auf unterschiedlicher Höhe und damit die Arme unterschiedlich lang, deutet das auf eine Irritation bzw. Stress im Muskelsystem hin. Die Frage erzeugt also einen gewissen Stress. Das können wir als „nein, das ist nicht gut für mich“, übersetzen.

Mit dem Armlängentest können wir auf diese Weise bei der Suche nach der richtigen Entscheidung Antworten erhalten. Wenn wir das richtig machen, sind diese Antworten nicht kopfgesteuert, sondern unser Unterbewusstsein mit seinem riesigen Repertoire an Informationen redet ein gewichtiges Wort mit.

Der Blick auf das Ganze

Ganz wichtig ist es jedoch, mit dem „richtigen Blick“ an die Testung heranzugehen. Das Ziel muss sein, auf die Fragestellung von allen Seiten zu blicken. Nur dann erhalten wir die besten Antworten.

Normalerweise sehen wir immer nur einen ganz kleinen Teil der Realität aus unserer subjektiven Perspektive. Oft bleibt das Wesentliche von unserer Blickrichtung aus verborgen.

Wenn wir vor einem Haus stehen, sehen wir zum Beispiel nur die Seite mit dem Eingangsbereich. Der Garten, das Treibhaus im linken Seitenbereich und die grüngestrichene rechte Hausseite können wir aus dieser Perspektive nicht wahrnehmen. Dazu müssten wir einmal um das Haus herumgehen.

Beim Testen ist es sehr wichtig, alles gleichzeitig im Blick zu haben. Wir stellen uns deshalb vor, wir würden mit ganz vielen Augen von allen Seiten schauen. Dies nennen wir den „Kugelblick“.

Entscheidungen

Wenn wir also mit „Kugelblick“ und „Armlängentest“ unser Unterbewusstsein befragen, erhalten wir Antworten, die vieles einbeziehen, was unser Verstand alleine nicht wahrnehmen könnte. 

Eine spannende Übung ist es ebenfalls, wenn wir testen und uns dabei vorstellen, durch die Augen von jemand anderem zu sehen. Auch so können wir zu Ergebnissen kommen, die wir selber nicht direkt sehen.

Energie gebend oder nehmend?

Ein weiterer Aspekt für eine gute Entscheidung ist die Energie, die sie einem gibt. Vor allem, wenn mehrere Wege infrage kommen, können wir die Lösung herausfinden, die uns am meisten Energie gibt. 

Entscheidungen findenEin einfaches und gut nachvollziehbares Beispiel ist etwa die Menu-Auswahl im Restaurant. Wenn es zwei oder mehr Alternativen auf der Speisekarte gibt, die dich ansprechen, teste doch einfach aus, welche Variante dir und deinem Körper im Moment die meiste Energie gibt.

Als Hilfsmittel kannst du dir eine Skala vorstellen, auf der du unten 100% Energie nehmend hast, oben 100% Energie gebend und in der Mitte 0% für beide Seiten. Etwas visueller geht das, wenn du dir diese Skala z.B. auf der Längsseite der Speisekarte vorstellst. Nun stellst du die Frage, wieviel Energie gibt mir das Menu xy? Mit diesem Bewusstsein fährst du mit deinem Zeigefinger entweder die imaginäre Skala oder an der Kante der Speisekarte entlang. Dort, wo dein Finger stoppt, kannst du den Wert ablesen.

Du erkennst, ob du im gebenden oder nehmenden Bereich bist und auch, wie hoch oder tief der Wert ist. Dies kannst du nun mit allen Menu-Alternativen machen. Schnell zeigt dir deine innere Weisheit so, was dir im Moment am meisten gut tut. Denn wir essen schließlich, um unsere Energie zu erhöhen.

Natürlich kannst du das auf alle Fragestellungen im Leben übertragen.

Ausblick

Nun hast du bereits einige Möglichkeiten kennengelernt, um die richtigen Entscheidungen zu finden. Ein weiterer wichtiger Schritt ist es, diese zu manifestieren, damit alle Ebenen deines Körpers wissen, wohin du möchtest. Eine Möglichkeit, dies sehr einfach und effizient zu erreichen, zeige ich dir im nächsten Artikel.

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